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PATER NOSTER
Jahrhundertelang näherten sich die Seefahrer Marstrand
mit Angst im Herzen, da die vielen Inseln in den Schären große Gefahr
bedeuten.
Es gab keine Seekarten, nur mündliche oder schriftliche
Berichte. Wachsame Augen spähten nach Wahrzeichen, Bergen und Baken.
Es gab allen Anlass, die Hilfe von höheren Mächten herbeizurufen.
"Vater unser, der Du bist im Himmel ...". In der katholischen
Zeit wurden die Gebete in Latein gelesen: "Pater Noster, qui
es en caelis ...". So wurde die ganze Inselgruppe mit der Zeit
Pater Noster genannt.
Mitte des 19. Jahrhunderts erreicht der Segelverkehr
seinen historischen Höhepunkt und 1868 steht endlich ein Leuchtturm
auf Hamneskär, der größte der drei Leuchttürme in Bohuslän, die
von Nils Gustaf af Heidenstam konstruiert wurden.
Bis 1964 wohnten hier das ganze Jahr hindurch drei
Familien. Sie bauten auf mühsam auf die Insel geschaffter Erde Kartoffeln
an, und sammelten Regenwasser in Zisternen.
1939 war ein neuer Hafen an der Ostseite der Insel
fertig. 1964 wurde das Leuchtfeuer automatisiert und 1977 für immer
gelöscht und durch ein Senkkastenleuchtturm auf dem Hätteberg ersetzt.
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