21. Klädesholmen

 

 
 
Klädesholmen.
Foto: Ingela Lundin, Bohusläns museum

 

KLÄDESHOLMEN

Von der Insel Klädesholmen kommt fast die Hälfte des schwedischen marinierten Herings. Hier gab es bereits früh Heringssalzereien und Trankochereien.

Ende des 19. Jahrhunderts begann man, gewürzte Heringe in Blechdosen und kleinen Tonnen einzulegen. Es waren Frauen, die die Heringe in kalten, zugigen Magazinen säuberten und einlegten. Die Männer beluden dann die Boote damit und gingen den ganzen Winter über auf Verkaufsreise entlang der schwedischen Küste, sogar bis hinauf zur finnischen Grenze.

Der Betrieb begann mit kleinen Familienunternehmen und in sehr bescheidenem Ausmaß. Eines von ihnen begann mit einem Einlegerezept, mit dem ein junger Mann für Kost und Logis bezahlte. Wenn es die Einnahmen erlaubten, oder wenn jemand mit Geld aus den USA zurückgekommen war, wurden einfache Maschinen und vielleicht ein größeres Magazin angeschafft.

Dann begannen die Söhne mit eigenen, neuen Unternehmen, erweiterten und kauften modernere Maschinen, mehr Magazine und Boote und so weiter. Hier gibt es Unternehmen, die jetzt in der fünften Generation betrieben werden. Im Museum auf der Insel kann mann mehr über die Geschichte der Heeringsindustrie erfahren.

 

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