|
TOFTÖ
Wenn es stürmte, geschah es, dass der eine oder andere
der Armen an der Küste von Bohus aus Hunger und Armut ein Gebet
zum Himmel schickte, dass Gott die Strände mit Wracks segnen möge.
Ein ungestörter Wrackplünderer konnte es zu einem Vermögen bringen.
Aber das war streng verboten.
Die Krone hatte das alleinige Recht auf den Fund.
Wer Seeleute tötete oder Schiffe durch Irrlichter täuschte, den
erwartete der Tod.
Hier auf Toftö gibt es in westlicher Richtung drei
tiefe Buchten, wo jederzeit reichlich Wrackgut zu finden war. Weniger
angenehm waren Funde aus dem Zweiten Weltkrieg, wie Minen und Sprengbojen.
Auf dem höchsten Punkt der Insel bildet der Berg eine
Kluft, deren drei Wände Spuren von Feuer tragen. Eine Fackel dort
lockte leicht nächtliche Seefahrer in die Schären hinein.
Das Gewässer vor Toftö ist ein Schiffsfriedhof, wo
alte ausgediente Schiffe versenkt wurden, der Glattschoner "Dyring",
die Schoner "Annie", "Vågen I" und "Vågen
II", "Eben", "Böljan", "Nordstjernan"
und ein Schleppkahn.
Auf der Ostseite gibt es etwas oberhalb des Strandes
Hausfundamente, vermutlich Spuren von armseligen Inseleinwohnern,
die hier von Fisch und kleiner Landwirtschaft lebten. Rund um die
Buchten im Westen sind Spuren von Hütten zu finden, die als vorübergehende
Wohnstätten dienten.
|