22. Toftö

 

 
 
Toftö.
Foto: Kerstin Olson, Bohusläns museum

 

TOFTÖ

Wenn es stürmte, geschah es, dass der eine oder andere der Armen an der Küste von Bohus aus Hunger und Armut ein Gebet zum Himmel schickte, dass Gott die Strände mit Wracks segnen möge. Ein ungestörter Wrackplünderer konnte es zu einem Vermögen bringen. Aber das war streng verboten.

Die Krone hatte das alleinige Recht auf den Fund. Wer Seeleute tötete oder Schiffe durch Irrlichter täuschte, den erwartete der Tod.

Hier auf Toftö gibt es in westlicher Richtung drei tiefe Buchten, wo jederzeit reichlich Wrackgut zu finden war. Weniger angenehm waren Funde aus dem Zweiten Weltkrieg, wie Minen und Sprengbojen.

Auf dem höchsten Punkt der Insel bildet der Berg eine Kluft, deren drei Wände Spuren von Feuer tragen. Eine Fackel dort lockte leicht nächtliche Seefahrer in die Schären hinein.

Das Gewässer vor Toftö ist ein Schiffsfriedhof, wo alte ausgediente Schiffe versenkt wurden, der Glattschoner "Dyring", die Schoner "Annie", "Vågen I" und "Vågen II", "Eben", "Böljan", "Nordstjernan" und ein Schleppkahn.

Auf der Ostseite gibt es etwas oberhalb des Strandes Hausfundamente, vermutlich Spuren von armseligen Inseleinwohnern, die hier von Fisch und kleiner Landwirtschaft lebten. Rund um die Buchten im Westen sind Spuren von Hütten zu finden, die als vorübergehende Wohnstätten dienten.

 

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