|
KYRKESUNDET
Im Jahr 1030 starb der norwegische König Olav Haraldsson
in der Schlacht bei Stiklastad in Südostnorwegen.
Er hatte all seine Kräfte für die Christianisierung
seines Volkes eingesetzt. An seinem Grab machten Gerüchte von Wundern
die Runde.
Er wurde zum Heiligen und Schutzpatron Norwegens erklärt.
Der Olavskult verbreitete sich über ganz Nordeuropa und 200 Kirchen
wurden Sankt Olav gestiftet, davon 49 in Norwegen. Pilger strömten
an sein Grab in Nidaros, das heute Trondheim heißt. Sie wanderten
über die Berge oder nahmen den nördlichen Seeweg durch die Schären
von Bohuslän.
Beim Studium einer Landkarte finden sich etliche Plätze,
die den Namen des norwegischen Königs tragen, nicht zuletzt hier
rund um Kyrkesund. Der Legende nach beschlossen Olav und sein Bruder
Harald ein Wettsegeln um die norwegische Krone durchzuführen. Sie
setzten Kurs in Richtung Norden.
Dass Olav gewann, der das schwerere Schiff hatte,
war natürlich das Verdienst Gottes. Gerade hier ließ Gott den Berg
bersten und öffnete eine Abkürzung für Olav, den Kyrkesund. Vier
Trolle standen am Strand und versuchten Olav zu stoppen.
Er verwünschte sie und so verwandelten sie sich in
die "Baken des Sankt Olav", die noch heute als Seezeichen
am Einlauf zum Kyrkesund stehen.
|