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ALTARHOLMEN
Am 25. August 1878 setzen sich die 4 Lotsen auf Altarholmen
in das offene Boot, wie es der Brauch ist, wenn ein Schiff nach
den Lotsen geflaggt hat. An Bord des Seglers "Anna" hat
sich der Koch verbrannt und muss behandelt werden.
Die Lotsen holen ihn ins Boot. Der Südostwind nimmt
zu. Anderthalb Stunden lang ist das Segel zu sehen. Dann ist es
plötzlich verschwunden. Im weiteren Verlauf des Tages fischt ein
norwegischer Lotse einen toten Mann auf, der auf einem Mast treibt.
Das ist einer der Lotsen von Altarholmen. Die anderen wurden nie
gefunden.
Der Wind blies kräftig, aber gleichmäßig. Die Männer
waren geübte Segler. Vermutlich sind sie von einem Windstoß überrascht
worden und das Boot ist gekentert. Sie hinterließen vier Frauen.
Elf Kinder verloren ihre Väter.
Eine Geldsammlung wurde durchgeführt. Dann mussten
sie Altarholmen verlassen. Neue Lotsen nahmen den Dienst auf. Auf
der kleinen Insel gab es zwei Wohnhäuser und ein kleines Schulhaus,
wo die Kinder drei Monate pro Jahr unterrichtet wurden.
Hier wohnten fünf Familien, durchschnittlich etwa
40 Personen. Eines der Kinder, Martina Classon, erzählte, dass sie
sich in der Mitte der Insel aufhalten mussten, wenn es stürmte und
die Gischt ans Haus schlug, um nicht mit den Wellen ins Meer getrieben
zu werden.
Ständig waren Rauschen oder Tosen des Meeres zu hören.
1903 wurde die Station nach nur 25 Jahren geschlossen. Die Häuser
wurden abgebaut und entfernt. Von der Lotsenstation sind nur noch
die Treppe zum Aussichtspunkt des Lotsen und die Fundamente übrig.
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