55. Tjurholmen

 

 
 
Tjurholmen.
Foto: Kerstin Olson, Bohusläns museum

 

TJURHOLMEN

Von den Hvaleröarna nordwestlich von Tjurholmen wurde ein stabiler Bootstyp, etwa 10 Meter lang, gaffelgetakelt und gedeckt, nach Bohuslän geholt, - der in Schweden als eine Art Bohuslänsche Segeljacht bekannt wurde.

Es ist der Vorgänger des Schiffstyps, der mit Glühkopfmotor als das typische schwedische Fischerboot in das 20. Jahrhundert hinein fuhr. Ihren Ursprung haben diese Bootstypen in einem schmalen, spitzen Boot, dem typischen Bohusboot mit spitzem Heck - direkt der Wikingerzeit entsprungen. Schon früh unterlag die Bootsbautradition im Norden südlichen Einflüssen.

Die mittelalterliche Hansekogge erweckte Aufsehen mit einer Neuerung am Heck, dem Steuerruder. Im 16. Jahrhundert wurde das Sprietsegel von den Holländern und Engländern hierher gebracht. Die Jolle und der flache Kahn, die zu typischen Booten für Bohuslän werden sollten, wurden erst spät im 19. Jahrhundert gebaut.

Das norwegische Bohuslän wurde 1658 schwedisches Land.

Durch die neue Grenze wurde Tjurholmen von den Hvaleröarna abgetrennt. Das Hvaler-Boot, die "Snipa", zeigt jedoch daß kulturelle Gemeinschaft, weder durch politische Entscheidungen noch durch Baken an der

Grenze, gebrochen werden kann. Hier endet unsere Fahrt durch die Geschichte des "Blå Skagerraks" - oder beginnt wenn sie gen Süden segeln.

 

Tjurholmen.
Foto: Lars-Erik Hammar, Bohusläns museum
 
Tjurholmen.
Foto: Lars-Erik Hammar, Bohusläns museum
 
 

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