|
TJURHOLMEN
Von den Hvaleröarna nordwestlich von Tjurholmen wurde
ein stabiler Bootstyp, etwa 10 Meter lang, gaffelgetakelt und gedeckt,
nach Bohuslän geholt, - der in Schweden als eine Art Bohuslänsche
Segeljacht bekannt wurde.
Es ist der Vorgänger des Schiffstyps, der mit Glühkopfmotor
als das typische schwedische Fischerboot in das 20. Jahrhundert
hinein fuhr. Ihren Ursprung haben diese Bootstypen in einem schmalen,
spitzen Boot, dem typischen Bohusboot mit spitzem Heck - direkt
der Wikingerzeit entsprungen. Schon früh unterlag die Bootsbautradition
im Norden südlichen Einflüssen.
Die mittelalterliche Hansekogge erweckte Aufsehen
mit einer Neuerung am Heck, dem Steuerruder. Im 16. Jahrhundert
wurde das Sprietsegel von den Holländern und Engländern hierher
gebracht. Die Jolle und der flache Kahn, die zu typischen Booten
für Bohuslän werden sollten, wurden erst spät im 19. Jahrhundert
gebaut.
Das norwegische Bohuslän wurde 1658 schwedisches Land.
Durch die neue Grenze wurde Tjurholmen von den Hvaleröarna
abgetrennt. Das Hvaler-Boot, die "Snipa", zeigt jedoch
daß kulturelle Gemeinschaft, weder durch politische Entscheidungen
noch durch Baken an der
Grenze, gebrochen werden kann. Hier endet unsere Fahrt
durch die Geschichte des "Blå Skagerraks" - oder beginnt
wenn sie gen Süden segeln.
|